Deutschlandweit gibt es eine Vielzahl von Regionen mit einer großen Zahl von Wanderwegen. Meist liegen diese in den Mittelgebirgen und damit eher in den südlichen Bundesländern Deutschlands. Doch es gibt auch im Norden Landschaften, in denen sich beim Wandern in der Natur einzigartige Eindrücke sammeln lassen. Hierzu zählt vor allem die Lüneburger Heide. Die von ihr geprägten Landschaften waren früher einmal typisch für den gesamten norddeutschen Raum, ehe eine immer größere Zahl von Mooren trockengelegt wurde. Heute sind es vor allem die mit ehemaligen Fürstentum Lüneburg weitgehend identische Region südlich von Hamburg, die einen guten Eindruck der typischen norddeutschen Landschaft in früheren Jahrhunderten vermittelt.

Für alle Wanderer geeignet

Der große Vorteil der Lüneburger Heide als Wandergebiet ist, dass die Höhenunterschiede gering und die An- und Abstiege sanft sind. Entsprechend gering sind die Anforderungen in Sachen Kondition im Vergleich zu Wanderungen im Mittel- oder Hochgebirge. Außerdem hat man rund um die Lüneburg eine große Auswahl an unterschiedlich langen Strecken. In der Lüneburger Heide sind deshalb sowohl kurze Spaziergänge zum Eingewöhnen an das Laufen als auch mehrtägige Touren durch die Heidelandschaft möglich. Außerdem gibt es auch bei den Tagestouren eine große Bandbreite an Längen zwischen 10 und 25 Kilometern. So lässt sich für jede Art von Wandergruppe die passende Route finden.

Besonderheiten der Lüneburger Heide

Als schönster Abschnitt der Lüneburger Heide wird vielfach der Wilseder Berg genannt. Mit einer Höhe von 169 Metern über dem Meeresspiegel ist er die höchste Erhebung der gesamten nordwest-deutschen Tiefebene. Er eröffnet von seinem Plateau einen entsprechend weiten Blick der bei klarer Sicht bis zu den Spitzen der Kirchtürme von Hamburg und Lüneburg reicht. Vom Ort Wilsede aus ist es außerdem nicht weit bis in den so genannten Totengrund. Bei diesem handelt es sich um das mutmaßlich schönste Tal der Lüneburger Heide. Dieses ist nicht nur bei Sonnenschein ein besonders Erlebnis, sondern auch, wenn im Herbst leichte Nebelschwaden durch die im Tal verteilten Gebüsche des Gemeinen Wacholders zieht. Ein weiteres Highlight bildet das 2,5 Quadratkilometer große Pietzmoor bei Schneverdingen. Dank des 5 Kilometer langen Rundwanderweges auf Bohlenstegen lässt sich diese einzigartige Landschaft von nasse Füsse erkunden. Weitere gut Anlaufpunkte bzw. Startorte für längere Touren sind:

– das Büsenbachtal (schönster Abschnitt des “Heidschnuckenwegs”)
– die Misselhorner Heide bei Hermannsburg
– die Ellendorfer Wacholderheide

muscha / Pixabay

Die beste Zeit für Wanderungen in der Lüneburger Heide

Selbstverständlich lässt sich in der Lüneburger Heide das gesamte Jahr über gut wandern. Dies gilt umso mehr, als die Winter in dieser Region in aller Regel mild ausfallen und es eher selten zu stärkerem Schneefall kommt. dies beste Zeit für Touren durch die Lüneburger Heide ist gleichwohl die Zeit zwischen August und September, wenn die Heide in voller Blüte steht. Das kräftige Lila der Calluna Vulgaris bzw. der Gemeinen Besenheide ist vor allem im milden Licht der nachmittäglichen Sonne ein einzigartiges Naturschauspiel. Für alteingesessene Heidjer besagt dabei die Faustformel, dass die Heide bei gewöhnlichem Wetterverlauf im Sommer zwischen dem 08.08. und dem 09.09. am schönsten ist.

Eine Gegend, in der es viel zu entdecken gibt

Neben den Wanderungen durch Heide- und Moorlandschaften ist die Region um Lüneburg aber auch aufgrund ihrer Städte eine Reise wert. Die Altstadt von Lüneburg zählt zu den besterhaltensten im norddeutschen Raum. Einen Abstecher sind auch der Hundertwasser Bahnhof in Uelzen und das Schloss Celle wert. Insofern gibt es viele Gründe für Wanderungen rund um Lüneburg auch jenseits der Heideblüte.

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